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1952 Unter dem Namen John Graham Mellor wird Strummer am 21. August in Ankara / Türkei geboren.

1953-1957 Die Famile reist in den Iran, nach Ägypten, Mexico, und Malawi. Joes Vater, Ron Mellor, ist ein gefragter Diplomat des britischen Außenministeriums. Seine Familie begleitet ihn auf seinem beruflichen Weg nach Kairo und Mexico City, wo sie 1956 das große Erdbeben überleben.

1958 Wieder zurück in Großbritannien, ziehen die Mellors nach Surrey. Hier begegnet Joe seinem lebenslangen Freund und Begleiter Dick „The Shit“ zum ersten Mal.

1961 Joe und sein Bruder David treten in ein Internat ein, der London's Freemen's School.

1969 Seine Freunde kennen Joe unter dem Namen „Woody“. 1969 gibt er die erste und letzte Party im Haus seiner Eltern.

1970 Joes Vater, Ron Mellor, wird mit dem Orden „Member of the British Empire“ ausgezeichnet und Joe in der Schule zum Vertrauensschüler gewählt.

1971 Joe wird zu einem Grundkurs an der Central School of Art and Design zugelassen; als Ziel gibt er an, „ein Cartoonist werden zu wollen“. Er besucht das zweite Glastonbury Festival und wird für den Rest seines Lebens zum Vegetarier. Weil er eine Milchtüte gestohlen hat, wird Joe in diesem Jahr vorbestraft.

1972 Mit Tymon Dogg macht er erste musikalische Versuche und lernt Gitarre zu spielen. Den Sommer verbringt er auf einer Farm in Dorset und anschliessend in Wales. Als er zurück nach London trampt, landet Joe in Newport / South Wales.

1973 In Newport spielt Joe erstmals mit Vultures, seiner ersten Band. Mehr als 30 Jahre später werden ihre ersten Aufnahmen erstmalig im Film „Joe Strummer“ zu hören sein.

1974 Zurück in London taucht Joe in die Hausbesetzerszene ein, zunächst besetzt er ein Haus in der Chippenham Road, dann den Keller eines Gebäudes in 101 Walterton Road. Die 101-ers, die sich in diesem Sommer gründeten, schufen einen Geldfond für andere Hausbesetzer.

1975 Die 101-ers spielen in Pubs und auf größeren Veranstaltungen in London. In diesem Jahr werden sie auch erstmals von der Musikpresse wahrgenommen. „Woody“ ändert seinen Namen in Joe Strummer.

1976 „Keys To Your Heart“ ist die erste 101-ers Single, die noch vor ihrem Auftritt in den Nashville Rooms veröffentlicht wird. Die Sex Pistols spielen als Vorband der 101-ers. Für Joe ist dies der entscheidende Wendepunkt. Einen Monat später fragt ihn Bernie Rhodes, ob er bei The Clash einsteigen will. Der erste Song, den sie gemeinsam proben, ist „One-Two-Crush-On-You“, den Mick Jones geschrieben hat und der erst 1992 veröffentlicht wird. Ihr erster Auftritt findet im Black Swan in Sheffield statt. Die berüchtigte „Anarchy“-Tour beginnt am 3. Dezember 1976 in Norwich.

1977 The Clash spielen in der Neujahrsnacht im Londonder Roxy, unterschreiben einen Vertrag bei CBS Records, veröffentlichen ihre erste Single „White Riot“ und im April ihr erstes Album „The Clash“. Die „White Riot“-Tour beginnt am 1. Mai. Am Ende dieses Jahres fahren Strummer und Jones im November zum ersten Mal gemeinsam nach Jamaica, um dort für das zweite Album Songs zu schreiben.

1978 The Clash spielen im Rahmen des Rock Against Racism Festivals im Londoner Victoria Park. Joe reist zum ersten Mal in die USA, um mit Mick Jones und dem Produzenten Sandy Perlman in San Francisco Songs aufzunehmen. In einem Chevrolet Pick-Up fährt Joe den ganzen Weg zurück nach New York. Es entsteht das zweite Album „Give 'Em Enough Rope“.

1979 The Clash spielen in Vancouver zu spielen, bevor sie die „Pearl Harbour“-Tour in San Francisco eröffnen. Eine zweite US-Tour, „Take The Fifth“, folgt im August, bevor das dritte Album, „London Calling“ im Dezember veröffentlicht wird.

1980 Im Dezember erscheint das Album „Sandinista“, das im Rolling Stone mit einer 5-Sterne-Kritik hochgelobt wird.

1981 Joe Strummer läuft im Pariser Marathon. Später wird er auch den London Marathon bewältigen. Im Mai und Juni legen The Clash eine beispiellose Showserie im Bond's Club am New Yorker Times Square hin.

1982 Der Drummer Topper Headon wird durch Terry Chimes ersetzt, „Combat Rock“ wird veröffentlicht.

1983 Im September wird der Presse Mick Jones' Ausstieg aus der Band mitgeteilt. Einen Monat später werden Joe und seine Freundin Gaby Eltern. Ihre Tochter Jazzy kommt in London zur Welt.

1984 In neuer Zusammenstellung touren The Clash durch Großbritannien, die USA und Europa. Joe besucht das Grab von Federico Garcia Loca, dem großen Poeten des Spanischen Bürgerkriegs.

1985 The Clash geben ihr letztes Live-Konzert in Athen. „Cut The Crap“ erscheint im Herbst. Nur wenige Wochen später wird das Ende der Band bekanntgegeben.

1986 Gabys und Joes zweite Tochter, Lola, wird geboren. Unter der Regie von Alex Cox spielt Joe im Film „Straight to Hell“ in Almeria / Spanien. Eine weitere Rolle in „Candy Mountain“ schliesst sich an. Für den Film „Walker“, der in Nicaragua gedreht wird, schreibt Joe den Soundtrack.

1987 Joe steigt als Gitarrist bei The Pogues ein, tourt mit ihnen durch die USA und durch Großbritannien.

1988 In Los Angeles schreibt er vier Songs für den Film „Permanent Record“, in dem der junge Keanu Reeves die Hauptrolle spielt. Als Joe Strummer gibt er mehrere Konzerte, bevor er in die USA zieht, um dort ein Solo-Album zu schreiben.

1989 In Jim Jarmuschs „Mystery Train“ spielt er die Rolle des „Johnny“; die Rolle seines Schwagers übernimmt Steve Buscemi. Sein Solo-Album „Earthquake Weather“ erscheint.

1990 Joe produziert für The Pogues das Album „Hell's Ditch“. Nach dem Ausstieg von Shane McGowan geht er als Sänger der Band mit auf Tour.

1991 Die The Clash Compilation „The Singles“ wird veröffentlicht.

1995 In London heiratet Joe Lucinda, die Mutter seiner Stief-Tochter Eliza. Er besucht die Festivals in Glastonbury und Womad, wo sich das Konzept des „Campfire“ und „Strummerville“ zu entwickeln beginnt. Joe nimmt neue Songs auf.

1996 In Los Angeles nimmt er den Soundtrack für den Film „Grosse Point Blank“ auf, seine Mitarbeit an „England's Irie“, u.a. mit Black Grape und Keith Allens, bringt ihm erneut eine Platzierung in den Top Of The Pops in Großbritannien ein. Joe fliegt nach Chile und spielt dort im Film „Docteur Chance“.

1997 Der Plattenvertrag für The Clash läuft aus. Joe zieht nach Somerset. Das Projekt Strummerville wird beim ersten Fuji Rock Festival in Japan eingeführt.

1998 Nach einigen Auftritten als DJ auf mehreren Festivals beginnt Joe mit den Mescaleros zu proben. Die BBC-Show „Joe Strummers London Calling“ geht erstmals für BBC World Service auf Sendung und wird während der nächsten vier Jahre weltweit erfolgreich laufen.

1999 Joe Strummer und die Mescaleros gehen auf ihre erste Tour, ihr Auftritt beim Glastonbury Festival ist später in Julien Temples Film „Glastonbury“ zu sehen.

2000 „Rock, Art and X-Ray Style“ erscheint.

2001 „Minstrel Boy“ von den Mescaleros kommt auf den Soundtrack des Films „Black Hawk Down“ von Ridley Scott.

2002 Auf der letzten Mescaleros-Tour tritt Mick Jones gemeinsam mit Joe während eines Benefiz- Konzertes für Feuerwehrmänner in der Londoner Town Hall auf. 10 Tage später stirbt Joe Strummer in seinem Haus in Somerset.

2003 Michael Eavis initiiert auf der Glastonbury Festival Website das Joe Strummer Memorial. Auf dem Festival wird die Strummerville Website ins Leben gerufen.

2004 The Clash werden in die Rock'n'Roll Hall of Fame aufgenommen.

2005 Für Julien Temples Film über Joe Strummer beginnen die ersten Recherchen.

2006 Im Roundhouse / London eröffnen die Strummerville Probenräume. Weitere gleichartige Projekte werden geplant.

2007 Der Film „Joe Strummer – The Future Is Unwritten“ startet zeitgleich in Deutschland und Großbritannien im Kino.

 

 

Filmstill

Joe Strummer
1952-2002