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Julien Temple Während seines Studiums in den 1970er Jahren an der National Film School in London begeisterte sich Julien Temple mehr und mehr für die entstehende Punk-Kultur. Mit einer geliehenen 16mm- Kamera bewaffnet, war er einer der ersten, die die Sex Pistols, The Clash und deren sich steigernde Fangemeinde auf den Strassen Londons filmten. Sein erster Film „Number One“ fing den Zeitgeist der frühen Punk-Ära ein und wurde auf Konzerten der Sex Pistols gezeigt. Nur drei Jahre später drehte er seinen ersten abendfüllenden Film „The Great Rock'n'Roll Swindle“ (1979), eine fesselnde, anarchischistische Abrechnung mit der wilden Implosion namens Sex Pistols, die von „Variety“ als der „Citizen Kane“ des Rock'n'Roll-Films“ gelobpreist wurde. Nach dem Erfolg von „Swindle“ wurde Temple zum Pionier und Meilenstein des Musikfilms und inszenierte zahlreiche preisgekrönte Musikvideos für die Rolling Stones, David Bowie, Neil Young und viele mehr. Nach unglaublichem Erfolg mit den Langfilmen „The Secret Policeman's Other Ball“ (1980), der die Monty Python Gang in Szene setzte, und „Running Out Of Luck“ (1985) – ein Film, der auf Mick Jaggers erstem Soloalbum basiert – inszenierte er das Filmmusical „Absolute Beginners“ mit David Bowie und Patsy Kensit. Von Los Angeles aus plante Julien Temple die Dreharbeiten an dem Kult-Klassiker „Earth Girls Are Easy“ (1989), eine Musical-Komödie, die von Aliens handelt, die im San Fernando Valley landen und in der Jeff Goldblum und Geena Davis die Hauptrollen spielten. Zurück in Großbritannien drehte er seinen ersten un-musikalischen Spielfilm, „Bullet“, mit Mickey Rourke und Tupac Shakur. Für „Bullet“ arbeitete er erstmals mit Cutter Niven Howie zusammen, eine Zusammenarbeit, die sich von da an sehr lange halten wird. Zwei Jahre später realisierte Julien den lang gehegten Wunsch, dem französischen Regisseur Jean Vigo eine Hommage zu widmen und drehte „Vigo – Passion For Life“ (1998). Dennoch wurde es der zweite Dokumentarfilm über die Sex Pistols, in der die Geschichte der Sex Pistols vom Standpunkt der Band aus genial neu definiert wurde, „The Filth And The Fury“ (2000), die ihm ein weiteres Mal das Lob und die Anerkennung einbrachte, die er für sein Debüt erhalten hatte. Überraschenderweise wandte sich Julien daraufhin den Rock'n'Roll-Stars des 18. Jahrhunderts zu – den Dichtern der englischen Romantik William Wordsworth und Samuel Taylor Coleridge. In dem Historiendrama „Pandaemonium“ (2001) spielten Linus Roache, John Hannah und Samantha Morton die Hauptrollen. Im Anschluß machte er sich an ein dreijähriges Projekt – die unzensierte Geschichte eines der großartigsten und legendärsten Musikfestivals der Welt, „Glastonbury“ (2006), einem weltweiten Kino-Publikum zu präsentieren. „Glastonbury“ zeigte einen der letzen Bühnenauftritte Joe Strummers und seine denkwürdige Ansprache an das Publikum. Damit ebnete „Glastonbury“ den Weg zu dem Film, der den Musikfilm neu definieren wird - „The Future Is Unwritten“ (2007).

Ian Neil – Music Supervisor. Ian Neil biss sich im Musikgeschäft fest mit Jobs bei Our Price Records, Jeff wayne Music und Polygram, wo eine Reihe von TV-Spots den spektakulären frühen Erfolg und damit den Durchbruch der damals unbekannten Lighthouse Family heraufbeschwor. Ian ging dann zu Warner / Chappel Music Publishing als Filmregisseur und inszenierte fürs Kinos, Fernsehen und Werbung. Er arbeitete mit Moby für die enorm erfolgreiche Single „Play“ - und im Anschluss u.a. mit Goldfrapp, Groove Armada, The Charlatans und Lamb. Als freier Musik-Berater war Ian in buchstäblich hunderte von Filmen involviert – u.a. in „Lock Stock & Two Smoking Barrels“, Mel Smiths „Blackball“, Barry Skolnicks „Mean Machine“, Richard Cantors „Suzie Gold“, Simon Pummels „Bodysong“, Robert Altmans „Gosford Park“ und Nick Grossos „Peaches“.

 

Filmstill

Filmstill

Julien Temple war einer der ersten, die die Sex Pistols, The Clash und deren Fangemeinde auf den Strassen Londons filmten.